25 June 2026 · Retirement Planning
Ein Altersvorsorge Rechner sollte mehr als eine Rentenprognose liefern — er sollte Ihnen zeigen, ob Ihr Plan trägt. Hier ist, worauf Sie achten sollten.
Ein Altersvorsorge Rechner ist nur so gut wie die Fragen, die er stellt — und die Zahlen, die er einbezieht.
Die meisten Online-Rechner stellen drei Fragen: Alter, Einkommen, gewünschte Rente. Das Ergebnis klingt präzise und ist trotzdem oft irreführend — weil entscheidende Variablen fehlen.
Gesetzliche Rente ist meist der größte Posten — aber nicht der einzige. Ein vollständiger Rechner berücksichtigt:
Nur wer alle Quellen zusammenzählt, bekommt ein realistisches Bild.
„80 % des letzten Einkommens" ist eine Vereinfachung, die kaum je stimmt. Ein seriöser Rechner erlaubt die Eingabe konkreter Ausgabenposten oder zumindest eines realistischen Monatsbetrags für den gewünschten Lebensstandard.
Gesetzliche Rente ist steuerpflichtig. Kapitalerträge aus dem Depot auch. Riester-Auszahlungen auch. Ein Rechner, der Brutto mit Netto verwechselt, überschätzt Ihr verfügbares Einkommen systematisch.
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Run your numbers in RetireGauge →1.000 € heute kaufen in 25 Jahren bei 2 % Inflation Güter im Wert von 610 €. Ein Rechner ohne Inflationsbereinigung zeigt Ihnen eine Zahl, die nominell groß klingt und kaufkraftmäßig enttäuscht.
Gute Rechner arbeiten mit realen (kaufkraftbereinigten) Größen — damit bleibt die Planung in der Welt von heute verständlich.
Die wichtigste Frage der Altersvorsorge ist nicht „Wie viel erhalte ich mit 67?" — sondern oft: „Ab wann kann ich aufhören?" Ein guter Rechner erlaubt es, das Rentenalter als Variable zu setzen und zeigt: Was wenn ich mit 62 gehe? Mit 65? Mit 70?
Angenommen, Ihr Plan funktioniert bei 6 % durchschnittlicher jährlicher Rendite perfekt. Was passiert, wenn die ersten drei Jahre -20 % bringen? Das Depot schrumpft, während Sie entnehmen — und die Erholung kommt, wenn ein kleineres Kapital der Wachstumsbasis zugrunde liegt.
Das nennt man Renditepfadrisiko — und es ist der häufigste Grund, warum Entnahmepläne trotz solider Durchschnittsrendite scheitern. Ein guter Rechner zeigt Szenarien mit ungünstigem frühen Renditepfad.
Pflegebedürftigkeit kann im Alter erhebliche Eigenanteile bedeuten. 2024 zahlen Pflegebedürftige in vollstationärer Pflege je nach Einrichtung 2.500–5.000 €/Monat selbst, nach Abzug der Pflegekassenleistungen.
Ein Plan ohne Pflegepuffer ist kein vollständiger Plan.
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Run your numbers in RetireGauge →Viele Menschen haben sowohl ein Depot als auch eine gesetzliche Rente — und entnehmen aus beiden gleichzeitig. Ein guter Rechner modelliert das Zusammenspiel: Zu Beginn stärker aus dem Depot (während die gesetzliche Rente noch nicht läuft oder niedriger ist), später mehr aus der Rente, weniger aus dem Depot.
Das optimiert die Steuerbelastung und verlängert die Depotlebensdauer.
Frage 1: Wann kann ich in Rente gehen? Gegeben: Mein aktuelles Vermögen, meine Sparrate, meine erwartete Rente, mein gewünschter Lebensstandard — ab welchem Alter habe ich genug?
Frage 2: Wie viel muss ich monatlich sparen? Gegeben: Mein Zielrentenalter, mein gewünschter Lebensstandard, meine erwartete Rente — wie viel eigene Sparbeiträge brauche ich monatlich?
Diese zwei Fragen, richtig beantwortet, sind der Kern einer guten Altersvorsorgeplanung.
Schlechte Eingaben ergeben schlechte Ausgaben. Bereiten Sie diese Informationen vor:
| Information | Quelle |
|---|---|
| Aktuelle Rentenanwartschaft (Rentenpunkte) | Jährliche Renteninformation der DRV |
| Betriebsrente-Ansprüche | Ihr Arbeitgeber / bAV-Verwalter |
| Saldo Depot und Sparverträge | Ihre Bank/Broker |
| Laufende Altersvorsorge-Verträge | Versicherungen |
| Haushalts-Nettoausgaben heute | Ihr Haushaltsbuch oder Kontoauszug |
Mit diesen Daten liefert jeder seriöse Rechner deutlich belastbarere Ergebnisse.
Jeder gute Altersvorsorge Rechner hat eine Stresstest-Funktion. Stellen Sie sich: Was passiert, wenn…
Ein Plan, der den Stresstest überlebt, ist robust. Ein Plan, der nur bei Optimalannahmen funktioniert, ist ein Wunsch.
Die Deutsche Rentenversicherung bietet auf ihrer Website einen Rentenrechner an, der gut die gesetzliche Rente modelliert. Er zeigt aber nicht die private Sparlücke oder Steuerbelastung im Alter. Ergänzen Sie ihn mit einem umfassenderen Tool für das Gesamtbild.
Mindestens einmal jährlich — und bei größeren Veränderungen: Jobwechsel, Gehaltssprung, Geburt eines Kindes, Erbschaft, Scheidung. Die Grundstruktur bleibt stabil; die Zahlen verändern sich mit dem Leben.
Die bAV ist steuerlich attraktiv (Beiträge aus Entgeltumwandlung bis 4 % der Beitragsbemessungsgrenze sind sozialabgabenfrei und steuerfrei). Aber: Auszahlungen im Alter sind voll steuerpflichtig und sozialabgabenpflichtig (GKV/PfV). Für Geringverdiener können die Netto-Vorteile gering sein. Eine individuelle Rechnung lohnt sich.
Für die meisten Anleger ist ein kostengünstiges ETF-Depot (z. B. über MSCI World oder FTSE All-World) langfristig renditeeffizienter als eine private Rentenversicherung. Versicherungsprodukte bieten Garantien — aber oft zu hohem Preis in Form von Gebühren. Ausnahme: Rürup ist steuerlich sehr attraktiv für Selbstständige und Gutverdiener.
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